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Posts Tagged ‘Africa’

Natur pur

Die Erwartungen waren hoch.

Auf in die Wildnis

Doch die Nationalparks im Osten waren leider noch geschlossen. Die Wege für die Besucher müssen noch planiert und das Gras entlang der Pisten abgebrannt werden, damit die Tiere auch gut sichtbar sind. Die Saison beginnt erst im September. So landeten wir auf der Ranch de Nanzinga, ein Nationalpark im Süden des Landes, der das ganze Jahr geöffnet ist.

Der Empfang war grandios. Eine Elefantenfamilie nahm unmittelbar vor dem Restaurant ein Bad in der Abendsonne.

Das ist Afrika

Frühmorgens ging es dann los mit Guide und Geländewagen und nach ein paar Minuten standen wir schon wieder vor der Familie des Vorabends, diesmal friedlich äsend. Weiter ging es zu einigen Wasserstellen, zwei Antilopen, drei Warzenschweine, der große Rest des reichen Tierbestands war laut Guide im meterhohen Gras nicht sichtbar. So wurden wir bescheiden und freuten uns über die kleinen Dinge des Lebens.

Gras Gras Gras

Drunt in der Lobau, wenn ich das Platzerl noch wüßt

Eine Eidechse entdeckten wir trotz perfekter Mimikry

Suchbild: Ihre Eleganz ist nicht zu überbieten

Doch noch krönender Abschluss: ein Tiger lauert im Gebüsch

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Burkina endlich!

Die Straßenränder sind frei von Abfällen, die Busse und Lastwagen kommen einem nicht windschief entgegen, und jedes Dorf hat mindestens eine Tanzbar.

Würde man eine Verkehrszählung auf den Überlandstraßen machen, egal ob asphaltiert oder Lateritpiste, die Statistik würde von den Radfahrern angeführt, gefolgt von Fußgängern, Eselskarren, Lastwagen, Kleinbussen und zu guter letzt Privatautos.

Die Radfahrerinnen und Radfahrer: Sie fahren alleine, in Gruppen, telefonierend, mit Kleinkinder auf den Rücken gebunden oder vorne im Lenkerkorb liegend, den kleinen Bruder oder die Freundin hinten am Gepäckträger.

Eine Hacke über der Schulter, ein Buch in der Hand, die Schulranzen am Rücken,

einen geflochtenen Korb oder die Lederhandtasche auf dem Kopf,

eine an den Beinen zusammengebunden Ziege am Rahmen,

Hühner an der Lenkstange,

Reissäcke, Brennholzbündel, Garben frisch geernteter Hirsekolben, Bündel Kochschüsseln und Pfannen, Wasserkanister, Körbe mit Marktwaren auf den Gepäckträger geschnürt,

im Pulk für die Tour de Faso trainierend …

immer lachend und winkend, bevor sie von unserem fetten Kübel eingestaubt werden, wenn wir vorbeibrausen.

Perfekt eingeparkt

Chez Obama – ein weiteres Highlight auf der Reise quer durchs Land. In einem staubig-verschlafenen Grenzstädtchen zu Ghana lachte uns dieses kleine Straßenlokal mit adrett blau-gelber Front von weitem entgegen. Zwischen den Pfeilern baumelten fein sortiert bunte Tüten, Taschen, Sackerl, Schnüre und Spülwaschl. Es war später Vormittag, die Mittagssonne glühte und der kleinen Imbiss übertraf alle Erwartungen: eisgekühltes Cola, köstliche Perlhuhnsuppe serviert in weiß-pinken Plastiktellern und Nescafé im Glas (!) zum Abschluss.

Chez Obama: ein kleines Juwel in Zabré

Obama isst super

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wir in Bandiagara brauchen sie nicht !

wir haben jetzt jede woche im centre culturel den afrikanischen filmabend. mit viel engagement haben Bettina und ich eine filmreihe ins leben gerufen, da auch hier, in den flimmerkisten, die vor den häusern an der straße laufen, die amerikanischen action-movies das publikum fesseln.

leider haben wir damit die gleichen anlaufprobleme wie in Europa. aber bei uns ist es ja eher ein interkulturelles problem : unsere plakate werden abgerissen, da ausrufer für die verbreitung der neuigkeiten zuständig sind und diese sich nicht gerne das geschäft vermiesen lassen. wir agieren zur ortsüblichen essenszeit, wie wir erfuhren und was am schwersten wiegt, wir fangen pünktlich an ! kurzum unser fanpublikum sind  momentan noch, in der regel, die kids.

kinosaal

100 stühle

un homme qui crie

aber auch das leben selber ist in Bandiagara ein echter actionfilm : der himmel blutrot erleuchtet, hundert meter hohe flammen, detonationen, berichte über menschen, die fluchtartig ihre häuser verlassen und auf der straße dem inferno entfliehen.  In echter hollywoodmanier hat ein lastwagenfahrer, dessen tankwagen beim befüllen einer tankstelle, mitten im zentrum, in brand geraten ist, ihn noch an den stadtrand gefahren.

Inshaala, bis auf eine zerissene stromleitung, die unseren bezirk für drei stunden in dunkel gehüllt hat, ist niemandem etwas passiert.

stadtgespräch

inferno

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Neeiiiin!!!!

Wie kann ein Mann nur so viel Blödsinn im Kopf haben, wenn er einmal ein paar Tage alleine ist???

 

und fünf Tage später hat er bereits den Sprung in eine renommierte Galerie geschafft.

Aber ein paar Tage vergehen und er hat bereits den Sprung in eine renommierte Galerie geschafft.

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von zeit zu zeit werden wir von unseren nachbarstöchtern mit tanzvorführungen beglückt. ist auch der harte kern der madltruppe knapp über 10 jahre, so schwingen auch die kleinsten am rande beeindruckend ihre hüften. hier ist die kleine schwester halt immer ganz automatisch mit dabei und kann sich schon vieles abgucken. schluß ist erst, wenn die mütter ihr machtwort über die mauer rufen.

girl gang

aufgeputscht durch kekse und sirup und einer aufmerksamkeit, die ihnen glaube ich sonst von erwachsenen nicht entgegengebracht wird, ist ihr repertoire unerschöpflich.

letzte woche wurde ich von ihnen verköstigt : von ihnen gekochter to mit fischsauce. bei der anschließenden diashow stellte sich klar heraus, daß ihnen Elisabeth fehlt. jedes photo von ihr mußte ich zweimal zeigen. wohl nicht nur eine frage des besseren französisch. die leuchtenden augen zeigten, daß sie ihnen schwer imponiert.

so war es doppelt schade das sie am samstag nicht da war : schulfete der madln. wie hier üblich eingekleidet mit extra für den anlass geschneiderten kleidern, stühle auf der straße und ein echter DJ. die kids schwangen das tanzbein, daß einem die spucke wegblieb. einziger wehrmutstropfen : bin schon vorm ende gegangen, da ich trotz 1 1/2 stündiger “ verspätung “ bei den ersten gästen war und  dann dementsprechend geschlaucht war vom langen warten auf den beginn.

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flashback : bad honnef. auf die frage wie ich am besten mein edles radl nach mali transportiere bekomme ich erst einmal die gegenfrage ob ich verrückt wäre in so ein armes land mein radl mitzunehmen, da könnte ich es ja gleich verschenken. damals dachte ich mir nur, der junge ist grün hinter den ohren, war ich doch schon in unzähligen ländern lateinamerikas mit meinem teuren gefährt, was auch dort für die meisten ein vielfaches jahresgehalt bedeutet und ich mich zumindest auf dem lande sicherer fühlte als in der großstadt wien.

angesichts der tatsache, daß ich hier mein bike selbst an markttagen, wo sich das dogonplateau versammelt und die ganze stadt brummt, unabgesperrt stehen lasse und ich in aller ruhe einkaufen gehe empfinde ich dieses statement im rückblick als rassistisch. ohne das ich ihm bösartigkeit unterstellen will !

doch da handelt es sich um jemand in der organisation, der nur für die übersiedlung frage und antwort stand. viel gravierender sind eigentlich die leute vor ort, die ihren hiesigen mitarbeitern permanent mit mißtrauen begegnen und an jeder ecke korruption und abzocke vermuten. angesichts ihrer eigenen unzulänglichkeit und mangelnden mitarbeiterführung, die auch in heimischen gefilden nicht akzeptabel wären, drängt sich für mich folgende gleichung auf :

die höchsteigene inkompetenz potenziert sich in der interkulturellen inkompetenz

ist es nicht pervers, wenn wir uns derart aus dem fenster lehnen angesichts unserer großkopferten krassers, genfoodmanipulatoren, naseweisen wirtschaftslobbyisten und industrialisierter landwirtschaft-vertretern ?! zäumen wir nicht das pferd von hinten auf, sondern fegen wir dieses betrügende und schmarotzende gesindel aus dem eigenen stall, sonst dürfen wir uns nicht wundern über unfähige führungsetagen in der entwicklungshilfe. so entsteht nur der fahle geschmack einer weihnachtlichen klingelbeutel – gewissensberuhigung.
im übrigen bin ich der meinung schafft die entwicklungshilfe ab, sondern zahlt ihnen korrekte rohstoffpreise und ermöglicht ihnen ein faires einkommen.

viva zapata !          a plus   Hinnerk

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Wenn ich so meine Blogbeiträge betrachte, muss ich feststellen, dass ich noch immer das Thema Arbeit vermeide, obwohl Arbeit mein Leben in hohem Ausmaß bestimmt.

Ein Grund ist: Ich arbeite viel zu viel. Ich will in der Freizeit über andere Sache nachdenken als über meine Arbeit.

Ein zweiter Grund ist: Ich denke in der Freizeit viel über meine Arbeit nach, aber es fällt mir irrsinnig schwer, über meine Arbeit zu schreiben

Ein dritter Grund ist: Der Traumjob ist es nicht. Ich muss für meinen Geschmack viel zu viel administrieren und kontrollieren. Wir bauen in dieser Saison 10 Dorfzugangspisten und 6 Kleinstaudämme, und alle sollen vor der Regenzeit bis ca. Mitte Juli fertig werden.

Aber natürlich gibt es auch schöne Tage, und dazu gehören eindeutig die Feldbesuche. Da sehe ich endlich, was hinter all den Papieren und Rechnung wirklich steht. Mindestens einmal in der Woche fahre ich mit einem der Techniker auf ein paar Baustellen, um die Fortschritte und die technische Qualität zu überprüfen und Probleme allgemeiner Art zu besprechen. Es kommt zum Beispiel vor, dass die Arbeiter regelmäßig ein, zwei Stunden zu spät kommen, das Unternehmen die Frauen fürs Wassertragen nicht bezahlt, das Mischungsverhältnis von Sand und Zement nicht stimmt (was mit hoher Wahrscheinlichkeit heißt, dass ein paar Säcke auf einer privaten Baustelle gelandet sind), tiefer gegraben werden muss als geplant, Kinder auf der Baustelle arbeiten, obwohl das auch in Mali verboten ist (aber wenn man nach dem Alter fragt, sind sie alle 16 oder es wird mit der Tradition im Dorf gerechtfertigt), die Randsteine nicht tief genug gesetzt sind, der Lastwagen für den Materialtransport en panne und der Unternehmer seit zwei Tagen nicht mehr aufgetaucht ist…

Zwischen dem Projekt, dem beauftragten Unternehmen und dem jeweiligen Dorf gibt es die Vereinbarung, dass sich die Dorfbevölkerung an dem Bau beteiligt: Ihr Beitrag ist vor allem das Verrichten der schweren körperlichen Arbeit: Steine klopfen (Land der Hämmer), den Aushub machen, Sand, Wasser herbei schaffen, Maurerhilfsarbeiten, und das bei 40° und mehr Hitze. Ich hatte einmal nach nur einer Stunde schauen und reden einen kleinen Sonnenstich. Die Logik dahinter ist, dass es dadurch ihr Bauwerk werde, und sie so auch gut für die Wartung sorgen werden („Ownership“ und „Nachhaltigkeit“ im EZA- Jargon). Bis auf den Wassertransport und die Essensversorgung ist diese Mitarbeit eine rein männliche Angelegenheit.

Wenn ich bei diesen Besuchen aus dem Landcruiser aussteige, fühle ich mich wie von einem fremden Stern. Und die Freude ist überschwänglich, wenn ich einen Schöpfer voll Creme trinke (gestampfte Hirse mit Wasser aufgekocht und mit Ingwer oder Tamarindensaft gewürzt) oder bei ihrer täglichen Hauptspeise To aus der großen Schüssel mitesse (gestampfte Hirse mit einer grünen schleimigen Soße). Einmal habe ich mir dabei Salmonellen eingefangen, aber nur einmal.

Ende Mai besuchte uns eine Delegation des malischen Landwirtschaftsministeriums, da ging es bei den Baustellenbesuchen dann etwas offizieller her, dafür gibt es endlich einige Photos von Projektfotograf hinex:

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